Der Kaminkehrer: Ihr Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperte

BAYERISCHES KAMINKEHRERHANDWERK

- L a n d e s i n n u n g s v e r b a n d ( L I V ) -

Das Meisterpraktikum

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Ohne Meister Scheibenkleister

Das Meisterpraktikum  
Handlungsorientiertes und projektbezogenes Lernen und Arbeiten als Erfolgsrezept

 
Das Erfolgsrezept ist phänomenal einfach:
Lernen und Arbeiten in einer realen Welt, in der die Absolventen keinen Praxisschock erleben; ein System, in dem der Jugendliche vertraglich verpflichtet ist zu lernen.
 
Entwicklung von Kompetenzprofilen und flexible Anpassung der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung an die Anforderungen der Kundenbedürfnisse steht an oberster Stelle im Pflichtenheft der Abteilung Berufsbildung.
"Der Qualifikationsrahmen (Beschreibung von Kompetenzprofilen) beschreibt nicht wie, wann, wo und wie lange jemand gelernt hat, sondern das, was jemand kann."
 
Parallel zu unseren Bildungsstätten soll dem Meisterschüler die Möglichkeit gegeben werden, in Betrieben von Bezirksschornsteinfegermeistern praktische Erfahrung zu den nachfolgend aufgelisteten Tätigkeiten zu sammeln. Die Gruppenarbeit und das gegenseitige Überprüfen der Meisterschüler untereinander helfen, aktiv Verbesserungs-potenziale aufzudecken und Fehler zu vermeiden.
 
Die selbst erstellten Dokumente können im Unterricht eingebracht und als Beispiele beraten werden.
 
Sie werden feststellen, dass die einzelnen Tätigkeiten ineinander greifen bzw. aufeinander aufbauen und sich Arbeitsabläufe (Wege durch das Gebäude, Orientierung, gesetzliche Grundlagen, Arbeitsgeräte und Arbeitsmittel) wiederholen.
Ziel ist es, neben der Qualitätssicherung im Schornsteinfegerhandwerk, die Fertigkeiten und Kenntnisse zu diesen Tätigkeiten auf Baustellen und in bewohnten Häusern in der Praxis zu vertiefen, die in der Bildungsstätte nur theoretisch vermittelt werden können.
Die gesetzlichen Grundlagen zu diesen Themen sowie der Aufbau und die Funktion von Abgas- und Schornsteinanlagen werden in der Bildungsstätte vermittelt und an den vorhandenen Exponaten erläutert.
Nachfolgend das Inhaltsverzeichnis des neuen Meisterpraktikums. Einer Dokumentation eigener Projekte und persönlicher Fertigkeiten in der Meistervorbereitung.


INHALTSVERZEICHNIS
Projekte
VERBRENNUNGSLUFTVERSORGUNG
Projekte
STELLUNGNAHMEN
Projekte
BAUZUSTANDSBESICHTIGUNGEN
Projekte
ÜBERPRÜFUNG VON ABGASLEITUNGEN UND BRENNWERTFEUERSTÄTTEN
Projekte
FEUERSTÄTTENSCHAU


Ein Auszug zum Thema Verbrennungsluftversorgung


VERBRENNUNGSLUFTVERSORGUNG

Für Feuerstätten in
* Wohnungen,
* Aufstellräumen und
* Heizräumen
Lösungen erarbeiten,
bewerten und darstellen.
1. Projekt durchgeführt am:




Stempel / Unterschrift des Beraters
2. Projekt durchgeführt am:




Stempel / Unterschrift des Beraters


Insgesamt sind pro Themengebiet je 5 Projekte anzufertigen.  

Eine ausreichende und sichere Verbrennungsluftversorgung ist eine grundlegende Bedingung zur sicheren Benutzbarkeit von Feuerungsanlagen. Ohne Verbrennungsluft, ohne Sauerstoff entsteht keine Oxidation bzw. keine Verbrennung. Ohne ausreichende Verbrennungsluft, ohne Sauerstoffüberschuss entsteht keine vollständige Verbrennung. Eine fehlerfreie Verbrennungsluftversorgung dient der Feuersicherheit (Betriebs- und Brandsicherheit), schützt Leben und Gesundheit und spart Energie und Rohstoffe. Aufgabe des Schornsteinfegers ist es, neben der Prüfung und Begutachtung von Schornsteinen, Feuerstätten und Verbindungsdungsstücken auch Lüftungsanlagen oder ähnliche Einrichtungen auf ihre Feuersicherheit (Betriebs- und Brandsicherheit) zu überprüfen. In den einzelnen Kehr- und Überprüfungsordnungen ist der Umfang der auszuführenden Arbeiten verpflichtend beschrieben. Diese Prüfung und Begutachtung umfasst zum Beispiel folgende Möglichkeiten der Verbrennungsluftversorgung: Versorgung über Außenfugen, Verbrennungsluftverbund, Verbrennungsluftöffnungen, Öffnungen ins Freie, Außenluftdurchlasselemente, technische Anlage, luftabsaugende Einrichtungen.  
 
Im Qualitätssicherungssystem des Schornsteinfegerhandwerks wird ausgeführt:


Kundenbezogene Abläufe
DIENSTLEISTUNGEN
Arbeitsablauf-
beschreibung
Gesetzliche oder
andere Vorgaben
Tätigkeits-
beschreibung
ÜBERPRÜFEN§ 13 (1) 1 SchfG - Kom.
Vorgaben nach Landesrecht
BG Bau, UVV;
AB 101, 102, 103
AB 202
AB 301, 303
Ausführung der durch die
KÜO vorgeschriebenen
Arbeiten
Arbeitsvorbereitung,
Anmelden,
Nachweisführung,
Mängelerfassung,
Rechnungsstellung,
Erfassung besonderer
Vorgänge.


HINWEIS:
Sind die Prüfungen und Begutachtungen von Verbrennungslufteinrichtungen nur eine Tätigkeit des Schornsteinfegermeisters oder Bestandteil der täglichen praktischen Arbeit und somit auch Teil der Tätigkeit der Gesellin / des Gesellen?
 
Führen Sie in der Praxis Prüfungen und Begutachtungen von Verbrennungslufteinrichtungen durch, dokumentieren und besprechen Sie Ihr Ergebnis mit Ihrem Mentor, mit Kursteilnehmern und Referenten des Meistervorbereitungslehrganges.
 
Beachten und Dokumentieren Sie nicht nur gesetzliche Vorgaben und Vorgaben nach Landesrecht, sondern verwenden Sie vorhandene Formblätter, Checklisten und Anlagen zur Prüfungen und Begutachtungen von Verbrennungslufteinrichtungen. Entwerfen Sie eigene Briefe bzw. Formulare zum Schriftverkehr unter Beachtung unseres Qualitäts- und Umweltmanagementsystems. Legen Sie die Projekte in den dafür vorgesehenen Registern ab.
 
VORGEHENSWEISE:

Fangen Sie mit einer kleinen Wohnung an. Steigern Sie den Schwierigkeitsgrad mit dem nächsten Projekt, z.B. durch eine Nutzungseinheit mit mehreren Feuerstätten. Wählen Sie als nächstes ein Projekt mit besonderen Verbrennungsluftversorgungseinrichtungen aus. Steigern Sie von Projekt zu Projekt die Schwierigkeitsstufe. Durch Ihre Eigeninitiative werden Sie praktische Erfahrung sammeln die Sie in keiner Schule erlernen können.
 
Nutzen Sie die Überprüfung der Verbrennungslufteinrichtungen zur weiteren Imagepflege, so dass der Schornsteinfeger nicht als Kontrolleur, sondern als "neutraler Kundenberater" auftritt.
 
Übrigens:

Das Meisterpraktikum können Sie nachstehend downloaden.
 
Ebenso stehen in jeder Innung Bez.-Kaminkehrermeister als sog. Mentorbetriebe für Ihre freiwillige Fortbildungsmaßnahme kostenlos und hilfreich zur Seite.

Machen Sie den ersten Schritt.
Hinterlassen Sie auf Ihren Bildungsweg eigene Spuren. Laufen Sie nicht auf ausgetretenen Wegen.

TIPP:

Setzen Sie sich mit der Abt.Berufsbildung (dem Lehrlingswart) Ihrer Innung in Verbindung er hilft Ihnen weiter.





Bundesland: Bayern
- Zentralinnungsverband (ZIV) -

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