BAYERISCHES KAMINKEHRERHANDWERK
- L a n d e s i n n u n g s v e r b a n d ( L I V ) -
Mitmachen lohnt sich
Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks 2009
"Profis leisten was"
Handwerker die ihre Lehre erfolgreich und mit einem guten Prüfungsergebnis abgeschlossen haben, gehören zu den Kandidaten für den Wettbewerb "Profis leisten was".
An dem im Herbst stattfindenden Wettbewerb kann teilnehmen, wer die Gesellen-/Abschlussprüfung im Prüfungsjahr 2009 ablegt, das 25. Lebensjahr noch nicht überschritten und die Prüfung in der praktischen Prüfung und in der Regel auch in der schriftlichen Prüfung mindestens mit der Note "gut" bestanden hat. Auf Antrag kann von der Altersbegrenzung in besonderen Ausnahmefällen abgewichen werden.
Die Teilnehmer treten gegen die Besten ihres Berufes - zunächst im Bezirk der Handwerkskammern / Innungen - zum Leistungsvergleich an. Der Sieger nimmt dann an der Ausscheidung der nächst höheren Stufe - beim Landeswettbewerb - teil. Für den Landesbesten geht's weiter auf Bundesebene.
Mitmachen lohnt sich
Neben Auszeichnungen und Preisen eröffnen sich den teilnehmenden Junghandwerkern interessante und gute Karrierechancen in ihrem Handwerk. Die Erstplazierten im Wettbewerb auf Landes- und Bundesebene haben zudem die Chance, über das Förderprogramm "Begabtenförderung Berufliche Bildung"
des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Unterstützung für eine berufliche Weiterbildung zu erhalten.
Zielsetzung des Wettbewerbs ist es, begabte Nachwuchskräfte des Handwerks in ihrer beruflichen Entwicklung weiter zu fördern, die Vorzüge der betrieblichen Ausbildung herauszustellen, die Achtung vor der beruflichen Arbeit im Handwerk zu stärken und die Öffentlichkeit auf die Bedeutung der Ausbildungsleistungen des Handwerks aufmerksam zu machen. Die Leistungsschau gibt ein überzeugendes Bild von hoher Qualität der handwerklichen Ausbildung.
Junge Fachleute
zeigten Spitzenleistungen
In diesem Jahr trafen sich die erfolgreichsten Absolventen der Gesellenprüfungen, aller bayerischen Kaminkehrerinnungen zu einem fachlichen Kräftemessen in Theorie und Praxis im Regierungsbezirk Unterfranken, da der Praktische Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks durch die Handwerkskammer Unterfranken ausgerichtet wurde. Die Kaminkehrer-Innung Unterfranken hat infolgedessen Projekte und Räumlichkeiten zur Durchführung des PLW organisiert und zur Verfügung gestellt. Hier durften wir auch die Gastfreundschaft dieser Innung erleben.
Auf dem Weg zum Landesentscheid in Unterfranken mussten die stolzen sechs Teilnehmer jedoch einige Hürden überwinden. Sie setzten sich unter 95 Prüflingen in Bayern als Beste durch.
Eine bayerische Besonderheit beim Leistungswettbewerb auf Landesebene besteht darin, dass in diesem beruflichen Wettkampf zwischen den beiden Innungsbesten der Kaminkehrer-Innungen Niederbayern und Oberpfalz der Kammersieger ermittelt werden muss, da beide Innungen einer Handwerkskammer angehören.
Am 28. und 29. September wurde dann der Beste unter den Besten des Bundeslandes Bayern ermittelt.
Kurz vor Beginn des beruflichen Wettstreites musste der Teilnehmer aus Mittelfranken Krankheitsbedingt absagen.
Unter Vorsitz von Landesberufsbildungswart Paul Schmitt, haben der Bewertungsausschuss mit Siegfried Prebeck Lehrlingswart Niederbayern und Stellv. LBBW sowie Ralf Rüttiger Lehrlingswart Unterfranken und Christian Sommer als Arbeitnehmervertreter, gute Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Durchführung des Wettbewerbes vorgefunden.
Die Teilnehmer reisten am Montag, den 28. September bis 9:00 Uhr an und wurden im Haus der Kaminkehrer-Innung vom Bewertungsausschuss begrüßt. Der organisatorische Ablauf des fachlichen Kräftemessens in Theorie und Praxis, sowie die Rahmenbedingungen wurden erläutert, der Tagesablauf dargestellt und pünktlich um 10:00 Uhr ging es auch schon los.
Die Teilnehmer mussten folgende praktische Arbeiten verrichten:
In einem handlungs- und prozessorientiertem Projekt war das
Die Teilnehmer zeigten am ersten Tag die breite Palette ihres Könnens und der Bewertungsausschuss große Disziplin.
Nachdem die Zimmer im nahe gelegenen Hotel-Gasthof Kirschbaum belegt waren, hatte die Kaminkehrer-Innung für die Teilnehmer zur Überraschung einen sportiven und gemütlichen Abend auf der Bowlingbahn organisiert. Hier konnte man auch spezielle, kulinarische Spezialitäten genießen.
In aufgeschlossener und lockerer Atmosphäre ging der Wettstreit dann am zweiten Tag in die heiße Endphase.
Pünktlich ab 8.30 Uhr wurden den Junghandwerkern folgende schriftliche Nacharbeiten abverlangt:
Nach Abschluss der Wettbewerbsarbeiten hatte der Bewertungsausschuss die Aufgabe, die Rangfolge zu ermitteln.
Stunde der Sieger
Im Hotel-Gasthof „Zum Kirschbaum" trafen sich dann die Teilnehmer, der Bewertungsausschuss und Gäste zur Siegerehrung. Landesberufsbildungswart Paul Schmitt, hatte die Ehre, Landesinnungsmeister Klaus Dank, den Stellv. Obermeister Jürgen Zellhahn, von der HWK Unterfranken Herrn Frank Weth, Leiter des Geschäftsbereichs berufliche Aus- und Weiterbildung der HWK Unterfranken und den Technischen Berater der Region Südbayern vom Institut für Wirtschaftliche Ölheizung e.V. Herrn Andreas Maier zu begrüßen.
Der LBBW war besonders erfreut, dass der zeitliche Rahmen an beiden Wettkampftagen eingehalten werden konnte und bedankte sich bei der gastgebenden Innung bezüglich des Ablaufs des Leistungswettbewerbes.
Er bezeugte aber auch den jungen Menschen Lob und Anerkennung. Der mehrstufige Ausleseprozess erfordert von ihnen, nicht nur ein qualitativ hohes fachliches Können, sondern auch gute Nerven, denn ohne zusätzlichen Prüfungsstress ist dieser Weg nicht zu bewältigen.
Weiter sagte Schmitt: Wie der Wein -der hier in dieser Gegend wächst- in diesem Jahr ausfallen wird, wisse er nicht. Aber nach den gezeigten Leistungen kann er über den -Jahrgang PLW 2009- sagen:
Er ist kräftig,
er ist süffig,
er ist frisch,
er ist spritzig und aus gegoren,
er ist würzig, sprich mit starkem eigenem Geschmack (und das wäre ganz nach seinem Geschmack),
er ist nicht zu blumig, will sagen: die Herren halten sich mit Duftwässerchen noch erfreulich zurück.
Er ist nicht übertrieben herb, dieser Jahrgang,
auch nicht unreif, wie ein Wein mit zuviel Säure und zuwenig Körper.
Und er würde auch niemals das Etikett "lahm" bekommen, das die Kenner einem müden Wein verpassen, an dem nicht viel "dran" ist.
Im Gegenteil - womit er rechne: bei weiterer entsprechender Behandlung und Gärung wird aus diesem Jahrgang, ein Spitzenwein.
Flexibilität und stetiges Vorankommen zählen
Nach den Worten des stellv. Obermeisters und des Vertreters der Handwerkskammer, nahm Landesinnungsmeister Klaus Dank die Siegerehrung vor. Er überreichte nicht nur die Urkunden, sondern alle wichtigen Informationen in einer umfangreichen „Sieger-Mappe" sowie ein Buchgeschenk. Für die ersten drei Sieger gab es noch einen Ehrenpreis des LIV Bayern.
Auch der Landesinnungsmeister gratulierte den Teilnehmern zu ihrem Erfolg, denn schon die Qualifikation zu diesem beruflichen Wettstreit ist eine besondere Auszeichnung und er sprach ihnen die Anerkennung des bayerischen Kaminkehrerhandwerks aus.
Er gratuliere auch den Ausbilderinnen und Ausbildern. Schließlich erlernt man ein Handwerk ja nicht durch das Lesen von Gebrauchsanweisungen. Handwerkliches Wissen und Können sind lebendiger Geist und müssen von Mensch zu Mensch weitergegeben werden - im Lehrgespräch, beim Einüben unter kundiger Anleitung und bei der gemeinsamen Suche von Lehrling und Meister nach noch besseren Lösungen. Darum empfinde er Hochachtung für alle, die hervorragende junge Handwerker auszubilden verstehen.
Alle Teilnehmer -sagte Dank- haben bestimmt Menschen, die Ihnen auf Ihrem bisherigen Bildungsweg geholfen haben - Eltern, Ausbilder, Lehrkräfte, Familienangehörige, Freunde. Selbst ein so persönlicher Erfolg wie eine bestens gelungene Gesellenprüfung ist doch immer auch ein Stückchen Teamarbeit. Also: Glückwunsch auch denen, die hinter Ihnen stehen, die mitgezittert haben und die weiter zu Ihnen halten.
„Sie sind Spitze".
"Wer in jungen Jahren seine Ausbildung mit einem Kammersieg krönen kann, hat bewiesen, dass er nicht nur leistungsfähig, sondern leistungsbereit ist" und zog ferner Parallelen zum Text des Liedes „Hänschen klein" anschließend übergab Herr Andreas Maier, Technischer Berater des Instituts für wirtschaftliche Ölheizung e.V. wieder den
„Nachwuchs-Förderpreis des I W O".
Die Sieger des PLW erhielten 500,-- Euro, der zweite Sieger 250,-- und der dritte Sieger 100,-Euro.
„Es ist wirklich nicht peinlich, außergewöhnliche Leistungen zu erbringen. Seien Sie stolz auf Ihren Erfolg und motivieren Sie andere, es Ihnen gleich zu tun", forderte Maier die Junghandwerker auf.
Erfolg öffnet Träume
„Der Erfolg des handwerklichen Nachwuchses ist ein Beleg für die hohe Qualität der handwerklichen Berufsausbildung im Kaminkehrerhandwerk.
An die Teilnehmer gewandt betonte Schmitt zum Abschluss „Mit der Teilnahme am Leistungswettbewerb stehen ihnen viele Wege offen, um ihren persönlichen Traum verwirklichen zu können", der Landesverband und die Innungen stehen ihnen allen bei der Verwirklichung ihrer beruflichen Träume gern zur Seite.
Nach diesem festlichen Teil lud der Landesinnungsverband zu einem entspannten Abschlussessen ein und die Küche des Restaurants "Zum Kirschbaum" bewies ihre Qualität.
Paul Schmitt
Landesberufsbildungswart

J. Jahreis aus Oberfranken bei der Datenaufnahme zur BImSchV-Messung

F. Wegele aus Oberbayern zeigt dem Bewerter Chr. Sommer sein Können bei der Abgaswegekontrolle.

Sportliches Kräftemessen am Abend.

Kalorien auftanken.

Konzentrierte schriftliche Nacharbeiten am zweiten Wettkampftag.

Schwierig! Der Bewertungsausschuss muss eine neutrale und gerechte Rangfolge der gezeigten Arbeiten ermitteln.

Super Leistung. Gratulation dem Innungssieger der Oberpfalz M. Meier.

Ein überraschter und sprachloser zweiter Sieger. Aus Niederbayern D. Schneidhuber.

A. Maier vom I W O gratuliert dem 3. Platzierten A. Reusch aus Unterfranken.

Landessieger und Gewinner des Nachwuchsförderpreises des I W O 2009 Joh. Wölfle aus Weitnau, Schwaben.

Zum Abschluss eines spannenden Leistungswettbewerbs. Strahlende Gesichter bei allen Beteiligten.
Praktischer Leistungswettbewerb - Bundesentscheid 2008
"Erfolg beim Praktischen Leistungswettbewerb"
Zweiter Bundessieger kommt aus Bayern
Am 04. und 05. November wurde der Beste unter den Besten aus den 16 Bundesländern ermittelt. Diesmal hatten sich nur fünf Gesellen aus Deutschland zum Praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend im Jahr 2008 auf Bundesebene in Sankt Ingbert qualifiziert.
Überzeugend erreichte unser Landessieger Peter Angler aus der Kaminkehrer-Innung Oberbayern mit nur fünf Punkten Rückstand zum Bundessieger den 2. Platz.
Dies seine erfolgreiche Bilanz. Als Innungs- und Kammersieger der Handwerkskammer Oberbayern und Landessieger des LIV Bayern hat er sich für diesen Wettbewerb qualifiziert.
Die Schornsteinfeger-Innung Saarland hatte als Ausrichter des Bundesverbandstages die Organisation des PLW übernommen. Die Jury unter Vorsitz des BBBW Herrn Gunar Thomas, die Mitglieder des BBA Herr Paul Schmitt, Roland Beckers, Hans-Reiner Lück, haben im Schulungshaus für das Schornsteinfegerhandwerk Saarland in St. Ingbert
die allerbesten Voraussetzungen für eine sehr gute Durchführung des Wettbewerbs vorgefunden.
Durch eine hervorragende Verknüpfung zwischen praktischen Tätigkeiten und Fachwissen hatten alle Teilnehmer dieses Wettbewerbs gleichwertige Gewinnaussichten. Nach zwei spannenden Tagen mit schlagkräftigen Leistungen, musste der Bewertungsausschuss dann eine begründete Rangfolge bekannt geben.

Zur Erinnerung; Teilnehmer und Bewertungsausschuss stellen sich dem Fotografen.

Peter Angler bei der Dichtheitsprüfung einer Abgasleitung



Jetzt geht´s los. Mit der BImSchV-Messung

Vervollständigen der Arbeitsunterlagen nach getaner Messarbeit

Zur Entspannung badete man wie einst die alten Römer

Glückwunsch zum zweiten Platz. V.r.n.l. Bundesberufsbildungswart Gunar Thomas, Peter Angler und Landesberufsbildungswart Paul Schmitt.

Übergabe des Buderus-Nachwuchs-Förderpreises an Peter Angler

Die Firma Schiedel überraschte Peter Angler mit einer Erinnerungsgabe

So freut sich ein zweiter Bundessieger.
| ERGEBNISLISTE | ||
| 1. Sieger | David Storks | Nordrhein-Westfalen |
| 2. Sieger | Peter Angler | Bayern |
| 3. Sieger | Marius Miehe | Niedersachsen |
| 4. Sieger | Bernd Green | Schleswig-Holstein |
| 5. Sieger | Florian Bartz | Rheinland-Pfalz |
