Der Kaminkehrer: Ihr Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperte

BAYERISCHES KAMINKEHRERHANDWERK

- L a n d e s i n n u n g s v e r b a n d ( L I V ) -

Was soll ich bei der ÜbA?

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Mess- und Prüftechniken

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Aufbau und Funktion von Feuerungsanlagen

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Ausbildung in Betrieb und Berufsschule

Was soll ich bei der ÜbA?
 
Die handwerkliche Ausbildung in Deutschland wird als duales System durchgeführt. Gelernt wird also im Betrieb und in der Berufsschule, so heißt es. Und dann flattert eine Einladung zu einer [1]ÜbA oder auch ÜLU genannt ins Haus. Was soll denn das sein?
 
Die Ausbildung soll hauptsächlich in den Betrieben erfolgen -eigentlich logisch, wenn man im Handwerk eine Lehre macht. Die Theorie, die dabei in der praktischen Ausbildung zu kurz kommt, wird in der Berufsschule vermittelt. Der Betrieb muss seinen Azubi für diesen Schulbesuch freistellen. So dann und wann geschieht das auch schon mal mit leichtem Zähneknirschen seitens des Meisters; Nämlich wenn es viel zu tun gibt und man den Lehrling im Betrieb hätte gut gebrauchen können. Und dann winkt der Boss eines Morgens auch noch mit einem "Einberufungsbescheid" zu einem überbetrieblichen Lehrgang.
 
IST ÜbA WIRKLICH ÜBEL?
Wozu bitteschön, soll das denn gut sein? Lernt man nicht alles, was man können muss in seinem Ausbildungsbetrieb? Die ehrliche Antwort auf diese Frage muss lauten: Nein. Das Handwerk des Kaminkehrers ist so umfangreich, dass ein Ausbildungsbetrieb meistens gar nicht die komplette Palette der für die Gesellenprüfung notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln kann. Viele Betriebe können gewisse Tätigkeitsbereiche nicht mehr vermitteln, da u. a. auch die geographische Lage des Unternehmens eine gewisse Rolle spielt. Wer seine Ausbildung im ländlichen Bereich macht, der wird beispielsweise mehr mit Holzfeuerungen zu tun haben. In einer größeren Stadt liegt dieser Schwerpunkt bei Gasfeuerstätten. Dann kommt es auch auf die Art der Ausbildung an: Der eine Geselle lässt seinen Lehrling ruhig auch mal etwas machen. Der andere macht lieber alles selbst,
damit keine Fehler passieren, deren Beseitigung dann ja wieder Zeit kostet.
 
DER EINE KANN'S - DER ANDERE NICHT...?
Genau hier greift die überbetriebliche Ausbildung. Sie soll dem Lehrling nicht zusätzliches Lernen aufbürden, sondern dafür sorgen, dass jeder in seiner Ausbildung auf einen einheitlichen Wissensstand gebracht wird. Der Azubi soll in den überbetrieblichen Lehrgängen praktische Kenntnisse aus dem gesamten Bereich des Kaminkehrerhandwerks vermittelt bekommen, denn eines ist sicher: In der Gesellenprüfung wird ein breites und aktuelles Wissen abgefragt. Die berufseigenen überbetrieblichen Ausbildungsstätten befinden sich auf einem hohen, technisch modernen Niveau und verfügen über eine große Produktvielfalt durch die Kooperation mit anderen Gewerken und der Industrie. Man sollte also die überbetrieblichen Maßnahmen nicht als zusätzliche Bürde sehen, sondern als Chance, seine Ausbildung auf ein breites, solides Fundament zu stellen. So kann man als Geselle bei den unterschiedlichsten Anforderungen in den verschieden strukturierten Betrieben künftig seinen Mann stehen.
 
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[1] Unter überbetrieblicher Ausbildung (ÜbA) (andere gebräuchliche Bezeichnung: überbetriebliche Lehrlingsunterweisung ÜLU) versteht man die praktische Berufsausbildung von Auszubildenden in überbetrieblichen Werkstätten. Die Überbetriebliche Ausbildung ist als Teil der betrieblichen Ausbildungsphasen fest im Dualen Ausbildungssystem der deutschen Berufsbildung verankert.
Paragraph 5 des Berufsbildungsgesetzes und Paragraph 26 der Handwerksordnung sehen vor, dass "Teile der Berufsausbildung in geeigneten Einrichtungen außerhalb der Ausbildungsstätten durchgeführt werden. Viele Betriebe sind nicht mehr in der Lage, einem Auszubildenden alle Fertigkeiten und Kenntnisse vollumfänglich zu vermitteln, die laut Ausbildungsordnung zu seinem Ausbildungsberuf gehören. Aus diesem Grunde haben die Innungen überbetriebliche Werkstätten eingerichtet, in denen die Auszubildenden der Mitgliedsbetriebe an berufsspezifischen Lehrgängen teilnehmen. Sie ergänzt die betriebliche Ausbildung bei spezialisierter Produkt- und Dienstleistungsstruktur (Ergänzungsfunktion) und unterstützt den Transfer neuer Technologien in unseren kleinen Unternehmen (Transferfunktion). Durch den Einsatz praxisnaher und handlungsorientierter Ausbildungsmethoden erhöht die Überbetriebliche Ausbildung die betriebliche Ausbildungsqualität. Die Lehrgänge dauern zwei bzw. drei Wochen im Jahr und umfassen die volle Arbeitszeit.


BezeichnungInhaltLehr-jahrDauer
G-SCHO1/12
-Grundstufe-
Betriebs- und Brandsicherheit
140 U-Std.
1 Woche
G-SCHO2/12



-Grundstufe-
Verfahren zum Reinigen von Feuerungs- und Lüftungsanlagen
140 U-Std.
1 Woche
SCHO1/13



-Fachstufe-
Feststellen und Dokumentieren von Mängeln und Funktionsstörungen
240 U-Std.
1 Woche
SCHO2/13-Fachstufe-
Einrichtungen zur Gewährleistung der Betriebs- und Brandsicherheit an Feuerungsanlagen in Kombination mit
Sonderfeuerstätten, Wärmeerzeugungs-anlagen
240 U-Std.
1 Woche
SCHO3/13-Fachstufe-
Einrichtungen des vorbeugenden Brandschutzes
240 U-Std.
1 Woche
SCHO4/13-Fachstufe-
Mängel und Funktionsstörungen beim Überprüfen und Messen von Sicherheits-, Steuer- und Regeleinrichtungen
340 U-Std.
1 Woche
SCHO5/13-Fachstufe-
Koordination und Planung zur Verbesserung der energetischen Nutzungsfähigkeit von bestehenden Gebäuden und Anlagen.
Verbessern der Nutzungsfähigkeit von bestehenden Feuerungsanlagen.
- Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung
340 U-Std.
1 Woche
SCHO6/13-Fachstufe-
Verbessern der Nutzungsfähigkeit von bestehenden Feuerungs- und Lüftungsanlagen
- Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und Beseitigung von Funktionsstörungen
340 U-Std.
1 Woche





Bundesland: Bayern
- Zentralinnungsverband (ZIV) -

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