BAYERISCHES KAMINKEHRERHANDWERK
- L a n d e s i n n u n g s v e r b a n d ( L I V ) -
Bei herkömmlichen Heizungsanlagen verpuffen bei Abgastemperaturen von
130 - 200 °C Reste nutzbarer Wärme durch das Abgassystem. Zur
Brennwertnutzung werden diese noch relativ heißen Abgase des Kessels
durch einen zusätzlichen Wärmeübertrager geleitet.
Dabei wird
entweder das aus den Heizkörpern zurücklaufende, abgekühlte Heizwasser
oder die von außen angesaugte Verbrennungsluft durch die im Abgas
enthaltene Wärme aufgeheizt.
Wenn das Abgas durch diesen Wärmeentzug auf unter 47 °C abkühlt, tritt der eigentliche Brennwerteffekt ein:
Der
Wasserdampf, der bei der Verbrennung von Heizöl EL entsteht und im
Abgas enthalten ist, erreicht den Taupunkt und kondensiert.
Die
dabei freigesetzte Kondensationswärme (latente Wärme) wird zusätzlich
auf das Heizsystem übertragen. Das anfallende Kondensat (maximal ca. 1
l Kondensat bei 1 l Heizöl) wird so aufbereitet, daß es problemlos in
das Abwassersystem abgeleitet werden kann.
