Der Kaminkehrer: Ihr Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperte

BAYERISCHES KAMINKEHRERHANDWERK

- L a n d e s i n n u n g s v e r b a n d ( L I V ) -

Reform des Schornsteinfegerhandwerks

 

Das neue Schornsteinfeger-Handwerksgesetz

 

Ab 2013 kann der Hauseigentümer frei bestimmen, welcher Schornsteinfeger seinen Kamin kehrt.

 

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Zum 01.01.2013 ist das neue Schornsteinfegerhandwerksgesetz (SchfHwG)nun komplett in Kraft getreten. Danach können Haus- und Wohnungseigentümer anfallende Schornsteinfegerarbeiten frei vergeben. Mit diesem Gesetz werden die Eigentümer aber auch deutlich stärker in die Verantwortung genommen.

 

 

 

Seit Inkrafttreten des Gesetzes werden frei werdende Kehrbezirke zur neuen Besetzung europaweit ausgeschrieben. Die Kehrbezirke werden aber nur noch für jeweils sieben Jahre vergeben. Während dieser Zeit muss der zuständige  „Bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger“ für alle Feuerungsanlagen in seinem Zuständigkeitsbereich mindestens zweimal in seinem Bestellungszeitraum eine sogenannte Feuerstättenschau durchführen. Die Feuerstättenschauen dürfen aber frühesten im dritten Jahr wieder durchgeführt werden, so dass eine Feuerstättenschau in der Regel alle drei bis vier Jahre stattfindet.

 

Anhand der Ergebnisse der Feuerstättenschau stellt der Bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger einen Feuerstättenbescheid aus, in dem alle Arbeiten aufgelistet sind,  die nach der jeweils geltenden Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) sowie der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV)an der Feuerungsanlage durchgeführt werden müssen. Auch die Intervalle für die durchzuführenden Arbeiten werden in dem Feuerstättenbescheid festgelegt. Der Hausbesitzer muss dann einen zugelassenen Fachbetrieb mit der Ausführung dieser Arbeiten beauftragen. Das kann der bisherige Bezirkschornsteinfegermeister oder auch ein anderer registrierter Fachbetrieb des Schornsteinfegerhandwerks sein. Jeder Hausbesitzer ist dann selbst dafür verantwortlich, dass die Schornsteinfegerarbeiten fristgerecht ausgeführt werden. Zum Nachweis der ausgeführten Arbeiten muss der Hausbesitzer dem Bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger ein Formblatt und ggf. die Messbescheinigung vorlegen, auf dem der ausführende Betrieb die sach- und fristgerechte Ausführung der Arbeiten bestätigt. Wird die Frist um mehr als 14 Tage überschritten, meldet der Bevollmächtigte Bezirksschonsteinfeger dies der zuständigen Behörde. Diese veranlasst ein Mahnverfahren, das bei Erfolglosigkeit mit einer zwangsweisen Durchführung der Schornsteinfegerarbeiten endet. Von all diesen bürokratischen Verpflichtungen entbunden ist der Hauseigentümer selbstverständlich dann, wenn er mit den Arbeiten den Bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger selbst beauftragt.

 

Neben der Feuerstättenschau ist der Bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger auch künftig ausschließlich zuständig für die Beurteilung der Betriebs- und Brandsicherheit einer neu errichteten oder geänderten  Feuerungsanlage durch das Ausstellen von baurechtlichen Bescheinigungen sowie für die zwangsweise Durchführung der Schornsteinfegerarbeiten auf Anordnung der zuständigen Behörde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit:

 

Durch die Freiheit, einen Schornsteinfeger ihrer Wahl beauftragen zu können, werden Hausbesitzer jetzt noch stärker in die Verantwortung und Haftung genommen. Sie müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Schornsteinfegerarbeiten selbst veranlassen und dem Bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger den Nachweis erbringen, dass die in dem Feuerstättenbescheid aufgelisteten Arbeiten  fristgerecht durchgeführt wurden. Die Wahlfreiheit ist aus marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten sicherlich begrüßenswert, sie verlangt vom Hausbesitzer aber auch deutlich mehr Verantwortung. Wenn Sie diese Verantwortung und die bürokratischen Verpflichtungen vermeiden möchten, ist es am einfachsten, wenn Sie bei ihrem jetzigen Bezirksschornsteinfeger bleiben. Denn dann läuft alles weiter wie bisher.

 

 

Falls Sie es wünschen, erhalten Sie von ihrem zuständigen Bezirksschornsteinfeger auch einen Schornsteinfegervertrag, indem alles schriftlich geregelt ist.

 

  

Sollten Sie dennoch einen anderen qualifizierten Schornsteinfeger-Innungsfachbetrieb suchen, finden Sie diesen unter www.schornsteinfeger.de 

 

 


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